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Pretoria, 1964
Rivonia-Prozess · Palace of Justice

1961 gründest du eine Untergrundbewegung.
1964 stehst du vor Gericht, die Todesstrafe im Raum.

Tag
Moment 1 · Der Bruch mit der Gewaltlosigkeit Johannesburg, 1961

Seit dem Massaker von Sharpeville 1960, bei dem die Polizei auf unbewaffnete Demonstranten schoss, ist der ANC verboten. Jahrzehntelanger gewaltfreier Widerstand — Streiks, Petitionen, ziviler Ungehorsam nach Gandhis Vorbild — hat die Apartheid nicht gebrochen, nur die Repression verschärft.

Du gehst in den Untergrund, lebst unter dem falschen Namen "David", wechselst ständig die Verstecke. Die Frage ist nicht mehr, ob Widerstand nötig ist — sondern welche Form er noch haben kann, wenn die alte Form wirkungslos geworden ist.

Deine engsten Mitstreiter sind gespalten. Manche wollen an der Gewaltlosigkeit festhalten, koste es was es wolle. Andere sind bereit für offenen bewaffneten Aufstand. Du musst eine Linie finden.

Deine Rolle Nelson Mandela, im Untergrund
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So hat die Welt entschieden — Moment 1

Pretoria, 12. Juni 1964
Kein Todesurteil. Stattdessen: lebenslänglich.

Am 12. Juni 1964 wurde Mandela zusammen mit sieben Mitangeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt — nicht zum Tode, wie viele befürchtet hatten. Mandela glaubte später, der Richter habe die Todesstrafe auch deshalb nicht verhängt, weil er ihn in seiner Rede förmlich dazu herausgefordert hatte.

Mandela verbrachte 27 Jahre im Gefängnis, davon 18 auf Robben Island. 1990 wurde er freigelassen, 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Bei seiner Freilassung zitierte er vor der wartenden Presse den letzten Satz seiner Rede von 1964 noch einmal wörtlich.

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