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England, 1973
Bowerchalke, Wiltshire · Unabhängiger Wissenschaftler

Deine eigenen Messdaten zeigen etwas, das du selbst noch nicht für gefährlich hältst.
Was machst du damit?

Tag
Moment 1 · Die Messung Irland-Expedition, frühe 1970er

Du hast ein eigenes Messgerät erfunden, den Elektroneneinfangdetektor — so empfindlich, dass er kleinste Spuren von Chemikalien in der Luft nachweisen kann, in Konzentrationen von Teilen pro Billion. Damit misst du die Atmosphäre auf FCKW — Industriechemikalien aus Kühlschränken und Spraydosen.

Das Ergebnis überrascht selbst dich: FCKW findet sich überall, sogar in der abgelegensten, unberührten Luft, die du testest. Niemand hatte erwartet, dass sich diese Substanzen so vollständig in der gesamten Erdatmosphäre verteilen.

Was das bedeutet, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand — der Mechanismus, wie FCKW die Ozonschicht schädigen, wird erst ein Jahr später von anderen Forschern vorgeschlagen.

Deine Rolle James Lovelock, unabhängiger Wissenschaftler
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So hat die Welt entschieden — Moment 1

England, 26. Juli 2022
Er starb an seinem 103. Geburtstag.

Lovelocks eigene FCKW-Messungen lieferten entscheidende Daten für die spätere Entdeckung des Ozonlochs und trugen zum Montreal-Protokoll von 1987 bei — obwohl er selbst die Gefahr zunächst unterschätzt hatte. Die Gaia-Hypothese, anfangs verspottet, gilt heute als anerkannter Rahmen für das Verständnis der Erde als komplexes, sich selbst regulierendes System.

Lovelock revidierte später auch öffentlich einige seiner eigenen, sehr düsteren Klimaprognosen aus den 2000er-Jahren und räumte ein, "alarmistisch" gewesen zu sein — eine seltene öffentliche Selbstkorrektur. Er starb am 26. Juli 2022, genau an seinem 103. Geburtstag.

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