Johann Fust, dein Geldgeber, steht zwischen den Lettern und Pressbalken. Er hat dir 800 Gulden geliehen — eine gewaltige Summe. Jetzt will er wissen, was sie ihm einbringt.
"Eine Bibel," sagt er. "Hunderte Bibeln. Die Kirche zahlt gut, und schnell. Was du sonst drucken willst — Fabeln, Kalender, Ablassbriefe — interessiert mich nicht."
Du hast eine Maschine gebaut, die alles verändern könnte: Wissen, das nicht mehr von Mönchen Wort für Wort abgeschrieben werden muss. Aber Fust hält die Bücher — im wörtlichen wie im finanziellen Sinn.
Seine Erfindung verlor er nicht.
Fust und Schöffer übernahmen Werkstatt und Bibeln. Gutenberg begann mit wenig Mitteln neu — gestorben ist er, ohne den Ruhm zu erleben, der seinen Namen heute trägt.
Die Technik selbst ließ sich nicht zurückhalten. Innerhalb weniger Jahrzehnte druckten Werkstätten in ganz Europa. Was als Geschäft um Bibeln begann, veränderte, wie Menschen lesen, denken und glauben.
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