Deine landesweite Nichtkooperationsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft hat enormen Schwung. Dann das: In der Ortschaft Chauri Chaura greift ein aufgebrachter Mob eine Polizeistation an und tötet 22 Polizisten, zündet das Gebäude an. Genau die Gewalt, die deine Bewegung nie sein sollte.
Deine engsten Mitstreiter — darunter der junge Nehru — sehen darin einen einzelnen, isolierten Vorfall. Die Bewegung, sagen sie, hat gerade erst richtig Fahrt aufgenommen.
Beim Salzwerk von Dharasana schlug die Polizei hunderte unbewaffnete Satyagrahis nieder, die sich reihenweise vordrängten, ohne sich zu wehren oder zu fliehen. Der amerikanische Journalist Webb Miller berichtete detailliert darüber — sein Bericht ging um die Welt und veränderte die internationale öffentliche Meinung über die britische Kolonialherrschaft nachhaltig.
Der abrupte Abbruch der Bewegung nach Chauri Chaura 1922 bleibt bis heute umstritten — viele Zeitgenossen, darunter Nehru, hielten ihn für eine überzogene Reaktion, die wertvollen Schwung kostete. Gandhi selbst hielt konsequente Gewaltfreiheit für wichtiger als jeden taktischen Vorteil.
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