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2010
Enthüllungsplattform

Hunderttausende geheime Dokumente liegen bei dir.
Veröffentlichen kann Menschenleben kosten. Verschweigen auch.

Tag
Moment 1 · Das Video April 2010

Eine Quelle hat dir ein geheimes Militärvideo zugespielt: die Aufnahme eines Kampfhubschrauber-Angriffs in Bagdad 2007, bei dem mehrere Menschen starben, darunter zwei Reuters-Journalisten. Das Video ist brisant, aber auch technisch und kontextlos — ohne Einordnung kaum verständlich für ein breites Publikum.

Du könntest das Rohmaterial unkommentiert veröffentlichen, es mit eigener redaktioneller Einordnung versehen, oder die Veröffentlichung ganz einem etablierten Medienpartner überlassen.

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So hat die Welt entschieden — Moment 1

2010–2011 · danach
Transparenz und Quellenschutz gerieten in offenen Konflikt.

Die Enthüllungen von 2010 — Kriegsprotokolle aus Afghanistan und dem Irak, Hunderttausende diplomatische Depeschen — zählen zu den größten Weitergaben geheimer Regierungsdokumente der Geschichte. Die US-Armeeangehörige, die die Dokumente ursprünglich weitergegeben hatte, wurde 2013 zu 35 Jahren Haft verurteilt, ihre Strafe 2017 vom damaligen US-Präsidenten deutlich verkürzt.

Die Entscheidung, das vollständige, ungeschwärzte Archiv nach dem Passwort-Leck 2011 offiziell selbst zu veröffentlichen, wurde von Presseschutzorganisationen und ehemaligen Medienpartnern scharf kritisiert — sie sahen darin eine unnötige zusätzliche Gefährdung von Informanten, unabhängig davon, dass das Material ohnehin schon zirkulierte.

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