Deine Bilder zeigen Hitler — nicht als Feindbild, sondern als Traumfigur, weich, fleischig, rätselhaft. Für André Breton und die anderen Surrealisten, die meisten überzeugte Kommunisten, ist das unerträglich. Sie werfen dir vor, den "Hitler-Faschismus" zu verherrlichen. In einem Brief listet Breton fünf Anklagepunkte gegen dich auf.
Deine Verteidigung könnte lauten: Ein Surrealist muss alles zeigen dürfen, was im Unbewussten auftaucht — ohne moralische Zensur, gerade nach den eigenen Regeln der Gruppe. Du selbst nennst dich unpolitisch, deine Bilder seien Träume, keine Bekenntnisse.
Die Gruppe beruft eine Versammlung ein. Breton führt den Vorsitz. Es geht um deinen Platz in der Bewegung, die du mitbegründet hast.
in einem Museum, das er selbst entworfen hatte.
Das Teatro-Museo Dalí in Figueres, das er in den 1970er Jahren als sein eigenes Mausoleum plante, ist bis heute eines der meistbesuchten Museen Spaniens. Sein Vermächtnis bleibt gespalten: einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts — und einer, dessen Nähe zu Franco und dessen Signaturhandel bis heute den Kunstmarkt mit Fälschungen überschwemmt.
Ob Genie oder Geschäftsmann, ob naiver Träumer oder bewusster Profiteur eines Regimes — die Antwort hängt oft davon ab, welchen Moment seines Lebens man betrachtet.
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