55 Stunden nach dem Start reißt eine Explosion einen Sauerstofftank im Servicemodul der Apollo 13 auf. An Bord: Jim Lovell, Jack Swigert, Fred Haise — eigentlich auf dem Weg zur dritten bemannten Mondlandung. Jetzt verliert das Raumschiff rapide Strom und Sauerstoff.
Im Kontrollzentrum ist sofort klar: die Mondlandung ist abgesagt. Die einzige Frage ist, wie die drei Astronauten lebend zur Erde zurückkommen. Sofort umkehren, mit dem Triebwerk des beschädigten Servicemoduls — schneller, aber riskant, weil niemand weiß, wie stark es beschädigt ist. Oder den Mond einmal umrunden und die Schwerkraft nutzen, um zurückzuschleudern — langsamer, aber ohne das beschädigte Triebwerk zu benutzen.
Die Besatzung zieht sich bereits in die Mondlandefähre zurück, die eigentlich nur für zwei Menschen und zwei Tage gebaut wurde. Jetzt soll sie drei Menschen vier Tage lang am Leben halten.
Apollo 13 wasserte am 17. April 1970 sicher im Pazifik. Alle drei Astronauten — Lovell, Swigert, Haise — überlebten die Mission, die nie zum Mond führte, aber als eine der größten Rettungsaktionen der Raumfahrtgeschichte gilt. NASA nannte es später einen "erfolgreichen Fehlschlag".
Der berühmte Funkspruch, mit dem alles begann, wird bis heute meist falsch zitiert: Tatsächlich meldete zuerst Jack Swigert das Problem, nicht Lovell, wie es der Kinofilm von 1995 zeigte. Jim Lovell selbst starb im August 2025 im Alter von 97 Jahren.
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